Weihwasserkessel

Das golden anmutende Objekt ist gekennzeichnet durch den dreibogigen Tragegriff und die tiefe, stark bauchige Schale. Diese besitzt sechs regelmäßige Einkerbungen, sodass von oben der Eindruck eines sechsblättrigen Kleeblatts entsteht. Auf die gleiche Weise ist auch der Standfuß gestaltet. Ab der gotischen Baukunst begegnet uns diese Art der Form, der sogenannte Vielpass, häufiger.

Die tiefe Schale und der Tragegriff kennzeichnen das Gefäß aus Messing als Weihwasserkessel. Gemeinsam mit dem zugehörigen Weihwassersprenger dient er der Segnung der Gläubigen. Gelegentlich werden die Weihwasserkessel auch als Becken an den Kircheneingängen genutzt. Während sich der rund 490 Jahre alte Weihwasserbehälter bis heute erhalten hat, ist der zugehörige Weihwassersprenger nicht mehr vorhanden.

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