Tafelleuchter

Die sechs silbernen Leuchter vor Ihnen sind sich in ihrem Äußeren sehr ähnlich. Der Fuß ist bei allen Leuchtern nahezu achteckig ausgebildet und verjüngt sich über geschweifte Formen nach oben. Dies und die Vasenartig ausgebildeten Zwischenstücke sind kennzeichnend für diesen Stil, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Augsburg sehr häufig vertreten ist.

Die vier größeren Leuchter tragen ein einfaches Wappen auf ihrem Fuß; die anderen zwei Leuchter hingegen ein Doppelwappen an dieser Stelle. Das Einzelwappen verweist auf die Freiherrliche Familie von Korff, das Doppelwappen auf die Familien von Korff und von Westphalen. Eine Gravur unterhalb der Standfüße gibt schließlich Auskunft darüber, wem diese Leuchter einmal gehört haben: Franziska Lucia von Korff, Äbtissin zu Freckenhorst.

Beauftragt werden sie um 1730 bis 1750 bei dem Warendorfer Silberschmied Johann Henrich Arens. Im Gegensatz zu den sonstigen Stücken in der Stiftskammer, stammen diese Leuchter wohl aus dem privaten Besitz Franziska Lucia von Korffs. Beim Eintritt in das Stift Freckenhorst scheint sie einige Stücke des Familiensilbers mitgenommen zu haben, wie das Doppelwappen ihrer Eltern belegt. Später werden die Leuchter dann Teil des Kirchenschatzes.

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