Kanontafeln

Den drei hier gezeigten Tafeln liegt derselbe Aufbau zugrunde: Die breiten schwarzen Holzrahmen sind mit fein ausgearbeiteten Silberbeschlägen belegt. Auf allen Beschlägen befinden sich die gleichen Blüten- und Pflanzenornamente. Auf den erhabenen Ecken sind runde medaillonartige Scheiben angebracht.

Im oberen Silberbeschlag ist auf allen drei Tafeln das gleiche Wappen abgebildet: Es verweist auf die Stifterin Hedwig Christina Gertrud von Korff zu Sutthausen. Das lässt vermuten, dass die Tafeln Teil der umfangreichen Silberstiftung sind, die sie 1695 dem Stift in Freckenhorst vermacht. Während die Holzrahmen in den vergangenen Jahrhunderten erneuert werden mussten, haben sich die originalen Silberbeschläge der Stiftung erhalten können. Diese stammen vom Silberschmied Bartholomäus Kernitz, der auch die anderen Stücke der Stiftung fertigt.

Solche Kanontafeln gehören bis zur Liturgiereform im Jahr 1969 zur Grundausstattung eines Altares. Auf ihnen sind die gleichbleibenden Texte angebracht, die zur Heiligen Messe gehören. Damit dienen sie zum einen dem Priester als Gedächtnisstütze und tragen zum anderen zur prächtigen Gesamtausstattung des Altares bei.

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